Willkommen im alten Zerbst

Katharina die Große

Katharina II.

Welche die Nachwelt die Große nennen sollte, wurde am 2. Mai 1729 als Sophie Auguste Friederike Prinzessin von Anhalt-Zerbst geboren.

Ihr Vater Fürst Christian August aus dem Hause Anhalt-Zerbst erhielt seine eigene Herrschaft erst nach dem Tod seines Vetters 1742. Das Fürstentum Anhalt-Zerbst war im 18. Jahrhundert eines der kleinsten, ärmsten und unbedeutendsten Fürstentümer.
In Preußen nannte man Sophies Vater den Fürsten von "Zipfel-Zerbst"

Katharinas Mutter, Johanna Elisabeth von Holstein-Gottorp war jedoch eine impulsive und ehrgeizige Frau und war sogar enfernt mit dem schwedischen Königshaus verwandt.

Ihre Kindheit verbrachte Katharina in der Garnisonsstadt Stettin.

Die Verlobung von Peter und Katharina wurde am 29. Juni 1744 gefeiert.
Genau einen Tag nach Katharinas orthodoxer Taufe. Dabei erhielt sie den Namen Katharina Alexejewna, den Zarin Elisabeth ausgewählt hatte.
Nun war sie "kaiserliche Hoheit".

Die Hochzeit fand dann am 21. August 1745 statt.

Katharina führte ein unerfülltes Leben als Ehefrau - der Großfürst spielte lieber mit Puppen und Zinnsoldaten.
Es dauerte acht Jahre, bis Katharina der Versuchung nachgab und sich einen Liebhaber nahm.
Katharinas Liebhaber war der gutaussehende Gregori Orlow. Dieser hatte sich im Krieg gegen Preußen ausgezeichnet.

Sie hatte so jahrelang im Schatten ihres Mannes gelebt.
Nun sollte ihre leidenschaftliche Affäre mit Orlow ihr Leben verändern.
Der Kavallerieoffizier und seine Brüder sorgten dafür, daß die Armee hinter Katharina stand, als sie ihren Gatten entmachtete.

Katharinas Krönung fand am 22. September 1762 in Moskau statt. Ein riesen prunkvolles Volksfest trug letztendlich dazu bei, dass die Einwohner Moskaus sie als ihre rechtmäßige Herrscherin akzeptierten.

Etwa zehn Jahre führten beide eine Art Ehe. Trotz des Liebesspiels vergaß Katharina weder die Ausdehnung ihres Reiches noch die Verbesserungen der Volksgesundheit.

Danach suchte die Zarin Entspannung bei einer Reihe weiterer Liebhaber, einer von Ihnen Potemkin.
Über die liebestolle Zarin lästerte damals ganz Europa.

Katharina II. stammte aus bescheidenen Verhältnissen.

Als sie Zarin war, gab sie für Schmuck und Putz viel Geld aus.
Die Herrscherin zog eleganten Schmuck im französischen Stil den schweren Juwelen vor, die vor ihrer Zeit am russischen Zarenhof Mode gewesen waren.

Genau so gern trug sie auch Orden und Ehrenzeichen.
Katharina war eine großzügige Frau, vielen ihrer Freunde schenkte sie Schmuck.
So trägt sie wie auf dem Bild rechts das Abzeichen und den Stern des Katharinen-Ordens, der -im Gedenken an die Märtyrerin- Damen des russischen Hochadels verliehen wurde.

Viele dumme Gerüchte hielten sich um den Tod Katharinas. So dichteten ihr französische Kreise den Tod bei einem Liebesversuch mit einem Hengst an.
Die Wahrheit war hingegen weniger dramatisch: Am Abend vor ihrem Tod erlitt Katharina eine Gallenkolik, welche sie wohl überstanden hatte. Am nächsten Tag jedoch wurde die Zarin von einem Schlagfluß getroffen und sank ohnmächtig zu Boden.
Sie ließ sich nicht mehr aus dieser Ohnmacht erwecken und verstarb am 17. November 1796.

Katharina-Denkmal in Zerbst eingeweiht

Das erste, in Deutschland errichtete Denkmal für die russische Zarin Katharina die Große ist am 9. Juli 2010 in Zerbst feierlich eingeweiht worden. Die knapp fünf Meter große Bronzestatue steht auf einem Sockel vor der barocken Stadthalle im historischen Schloßgarten. Das Denkmal von Katharina ist ein Geschenk des russischen Bildhauers Michael Wladimirowitsch Perejaclawez an die Stadt Zerbst. Die gegossene Statue wurde komplett von russischer Seite finanziert. Dort misst man der Aufstellung in Zerbst eine große Bedeutung bei.